Brexit

Der Brexit wird den britischen Werbemarkt bis zu eine Milliarde Pfund kosten. Auch am deutschen Werbemarkt werden die Folgen des britischen Austrittvotums nicht spurlos vorbeigehen, davon ist Frank-Peter Lortz überzeugt.

2016-06-24-brexit

Die Briten verlassen die Europäische Union. Frank-Peter Lortz, CEO Publicis Media DACH, sagt dazu:

„Die Entscheidung der Briten wird auch Auswirkungen auf den deutschen Werbemarkt haben. Angesichts der prognostizierten drastischen Börseneinbrüche von bis zu 40 Prozent ist die Verunsicherung auch unter den Werbungtreibenden enorm. Das Exportland Deutschland wird als einer der größten Verlierer dastehen. Unternehmen mit starken Verbindungen nach Großbritannien werden Art und Umfang ihrer Marketingaktivitäten überdenken. Dabei ist klar, dass eine kurzfristige Reaktion auf die britische Entscheidung noch nicht die ganze Tragweite zeigen muss. Da es keinen Präzedenzfall gibt, werden die Verhandlungen auf jeden Fall zäh und langwierig. Die Unsicherheit wird keine Frage von Wochen, sondern von Monaten oder Jahren, und Nationalisten aller Couleur werden das für sich zu nutzen versuchen. Ein schwieriges Umfeld für den grenzüberschreitenden Handel.“

Das Statement erschien ganz oder in Teilen in:

"Was der EU-Austritt Großbritanniens für die Werbe- und Digitalbranche bedeutet" (Horizont)

„Nachrichten gerade in schwierigen Zeiten eine gefragte Ware“: Wie die Medienbranche den Brexit sieht (Meedia)

"#DontFuckMyEurope", "W&V" vom 27. Juni 2016, Seite 24f.

Bereits im Vorfeld hat Zenith die Kosten eines möglichen Brexits für den britischen Werbemarkt prognostiziert. Demnach könnte der Brexit den UK-Werbemarkt bis 2030 eine Milliarde Pfund kosten.