SAP

Der Softwareriese SAP drängt ins Geschäft mit digitalen Werbeplätzen. Die Plattform XM soll den programmatischen Mediaeinkauf vereinfachen. Müssen Mediaagenturen nun fürchten, überflüssig zu werden? Frank-Peter Lortz äußerte sich dazu bei "Horizont".

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Frank-Peter Lortz, CEO Publicis Media DACH:

"Nach Google, Adobe, Oracle und IBM hat sich nun auch SAP auf die Fahnen geschrieben, den Markt für digitale Werbung zu revolutionieren, und – wie so oft, wenn man nicht gerade zu den First Movern gehört – wird entsprechend aggressiv kommuniziert. Das mag einigen Marktteilnehmern erheblich imponieren, andere wiederum werden sich fragen, wovor sie denn Angst haben sollen, wenn das fünfte, sechste oder siebte globale Technologie- und Softwareunternehmen in den Werbemarkt drängt. Fakt ist: Der digitale Werbemarkt ist seit Jahren disruptiven Erschütterungen ausgesetzt, die man besser nicht unterschätzen sollte. Mediaagenturen haben es generell mit einer wachsenden Vielzahl von Wettbewerbern – anderen Agenturen unterschiedlichster Gattungen, Spezialdienstleistern, globalen Technologie- und Softwareanbietern, Beratungsunternehmen – zu tun, die mitunter gleichzeitig in einem anderen Geschäftsfeld unsere Partner sind. In solch einem Umfeld ist nicht Angst angesagt, sondern Innovationsgeist. Wir müssen den Wandel mitgestalten – und das tun wir."

Teile dieses Statements erschienen am 25. Mai in dem Artikel "Noch ein Angreifer" bei "Horizont", Seite 4.