IVW Print 1/2016

Trauriger Jahresauftakt für Print: Auch im ersten Quartal 2016 sind die verkauften Auflagen der Zeitungen und Magazine in Deutschland auf breiter Front eingebrochen. Guido Friebel analysiert für "New Business" die aktuellen Zahlen.

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IVW-Auflagen: Ein Meer von Verlierern, aber auch Leuchttürme

Trauriger Jahresauftakt für Print: Auch im ersten Quartal 2016 sind die verkauften Auflagen der Zeitungen und Magazine in Deutschland auf breiter Front eingebrochen.

Vor allem im Einzelverkauf am Kiosk, aber auch beim Absatz von Abonnements sind die Rückgänge teilweise heftig. Die Diagnose bleibt weiter klar: Die Leserschaft in Deutschland ist immer seltener bereit, Geld für Printprodukte auszugeben. Dennoch: Mit insgesamt rund 97 Millionen verkauften Exemplaren im ersten Quartal sind beispielsweise die Publikumszeitschriften nach wie vor wichtige Kommunikationskanäle. Zudem liegen die kumulierten Zeitschriftenauflagen nur um knapp zwei Prozent unter dem Vorjahrsquartal. Immerhin.

Belebt wurde der Markt vor allem durch neue Titel. Eine spannende Erfolgsgeschichte etwa schreibt das „Chefkoch“-Magazin, das aus einer Online-Community entstanden ist und nun erstmals vom Auflagen-TÜV geprüft wurde. Der Einstand in der IVW-Bilanz ist mit 114.537 verkauften Heften durchaus gelungen. Die harte Auflage des monatlichen Foodmagazins spricht obendrein für sich: „Chefkoch“ setzt im ersten Quartal 89.880 Exemplare im Einzelverkauf und 23.838 im Abo ab. Mit so einer Leistung kann ein innovatives, thematisch fokussiertes Printprodukt auch in der digitalen Ära zur festen Größe im Werbemarkt werden. Ein Lichtblick für die gesamte Branche blieb auch der elektronische Vertrieb. Die verkauften E-Paper der Tageszeitungen etwa nahmen um rund ein Viertel auf 0,86 Millionen zu. Nicht ganz so dynamisch wuchsen die Zeitschriften um 14,4 Prozent auf 0,69 Millionen abgesetzte Digitalversionen. (...)

Der vollständige Artikel erschien in "New Business" vom 25. April 2016, S. 36-37.