Pressemitteilungen

19. Juni 2017

Weltweiter Werbemarkt profitiert von guter Konjunktur

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18. April 2017

Der Werbemarkt für Luxusgüter wächst global und national

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05. Dezember 2016

Social Media Werbung belebt weltweiten Werbemarkt

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28. November 2016

Programmatic Advertising wächst weltweit stark

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21. November, 2016

Dietmar Thomas verstärkt Newcast als Chefredakteur

Dietmar Thomas, Chefredakteur Newcast
Die Düsseldorfer Content Marketing Agentur Newcast stärkt ihre redaktionelle Kompetenz und beruft Dietmar Thomas, 49, zum Chefredakteur. Er führt die Düsseldorfer Redaktion und fungiert als Schnittstelle zu der Redaktion in Berlin. Seine Hauptaufgabe ist die Sicherstellung der redaktionellen Qualität. In dieser Funktion berichtet er direkt an Ingo Kahnt, 48, Managing Director Newcast.

Thomas kommt von Philips, wo er seit 2010 als Konzernpressesprecher und Marketingverantwortlicher u.a. die weltweite Kommunikation einer neuen Lichtquelle, den OLED-Lichtkacheln, verantwortete. Zuvor leitete er in unterschiedlichen Positionen Redaktionen bei Publikationen und Agenturnetzwerken, darunter Pleon/BBDO und schrieb für Vorstände von Dax-100-Unternehmen wie Audi und Volkswagen mehr als 100 Reden. Seine Karriere startete Thomas ursprünglich in den USA wo er unter anderem bei Paramount Pictures an den Drehbüchern von über 90 Filmproduktionen mitwirkte.

„Wir sind froh, mit Dietmar Thomas einen herausragenden Kommunikationsprofi für unser Team gewonnen zu haben“, betont Ingo Kahnt. „Content Marketing ist zwar eine relativ junge Disziplin, aber inzwischen ist sie doch den Kinderschuhen entwachsen. Die Qualitätsansprüche an Owned Media sind – erfreulicherweise! – gestiegen. Kunden haben gemerkt, wer mit Inhalten begeistern will, braucht erstklassige Inhalte. Und um diese Anforderungen befriedigen zu können, brauchen wir in den Agenturen entsprechende erstklassige Talente.“

„Ich freue mich sehr, meine in über 25 Jahren in der Kommunikationswelt gesammelten Erfahrungen im Erzählen von Geschichten auch auf strategischer Ebene bei Newcast einfließen zu lassen“, ergänzt Dietmar Thomas.

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11. November, 2016

Zenith geht neue Wege und nutzt maschinelles Lernen für digitale Planung

Vittorio Bonori, Global CEO Zenith
Die von Zenith erarbeitete innovative Automatisierung digitaler Planung bringt für Marketingexperten eine wesentliche Verbesserung der Effektivität sowie für Werbeagenturen und ihre Kunden eine grundsätzliche Veränderung  der Einsatzmöglichkeiten für eine optimale Nutzung der digitalen Medien.

In den vergangenen sechs Monaten entwickelte eine aus Datenexperten und Strategen bestehende Arbeitsgruppe bei Zenith in London eine ausgeklügelte Automatisierung der digitalen Planung.  Sie stützte sich dabei auf eine unternehmenseigene Machine-Learning-Technologie und maßgeschneiderte Algorithmen. Da Marketingprofis  derzeit mit einer verwirrenden Vielfalt an verschiedenen Kontaktpunkten bei Customer Journeys konfrontiert sind, hat Zenith den Einsatz von maschinellem Lernen bei der effizienten Verarbeitung großer Datenmengen und für die Automatisierung der komplexesten und zeitaufwändigsten Aspekte bei der digitalen Planung genauer erforscht. Die Arbeitsgruppe sammelte bei laufenden Kampagnen des Kunden Aviva Werbe-Cookiedaten vom Technologiestack einer führenden Demand-Side-Platform (DSP) und glich diese mit entsprechenden Vertriebsdaten der Erstpartei ab. Mit Hilfe des maschinell lernenden Zenith-Algorithmus konnte die Arbeitsgruppe damit Verkaufsumsätze ganz konkret bestimmten digitalen Interaktionen zuordnen. 
In der Folge konnte Zenith als Branchenneuheit Avivas digitale Planung automatisch optimieren, indem das Algorithmusergebnis wieder zurück in den DSP-Stack geschoben wurde.  Der Automatisierungskreislauf war damit geschlossen  – Datenerhebung, Zuordnung der Daten und eine Reihe von Planungsänderungen bei verschiedenen digitalen Kontaktpunkten erfolgen alle automatisiert. Aber damit gibt sich Zenith noch lange nicht zufrieden. Das Unternehmen speist Daten der Erstpartei zur Nachfragesteigerung in den Algorithmus ein, um die Wirksamkeit der automatischen Planungsänderungen zu verbessern. Damit fließen Daten – z.B. wie sich der Preis auf den Umsatz auswirkt oder der Erfolg von kreativen Assets – in die automatisierte Optimierung ein.
Diese radikale Automatisierung der digitalen Planung nutzt Cloud-basierte Technologie, der Kunde bleibt dabei aber immer alleiniger Besitzer seiner Erstparteidaten.  Aviva konnte durch den Einsatz maschinellen Lernens infolge des Automatisierungsprogramms ihre Kosten pro Angebot bei der Autosuche um 6% verbessern.  Eine Kostenverbesserung pro Angebot um 10% gab es für Aviva im Anzeigenbereich. Vittorio Bonori, Global Brand President bei Zenith, erklärte: „Zenith ist der Vorreiter bei der Veränderung des Geschäftsmodells für digitale Medien. Dieses wichtige Programm ist Teil unserer Strategie, Daten und Technologie als machtvolles Instrument für ein weiteres profitables Wachstum unserer Kunden zu nutzen.“ James Turner, Head of Marketing (Trading) bei Aviva, sagte: „Wir sind hoch erfreut, im Rahmen unserer digitalen und medialen Transformation bei Aviva mit diesem Pilotprojekt zur Automatisierung unseres Such- und Anzeigenbereichs Neuland zu beschreiten. Die Zuordnungsmodellierung wirkt sich sehr positiv auf den Return on Investment und die operative Effizienz aus.“

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28. Oktober, 2016

75 Prozent mobile Internetnutzung in 2017

Dirk Lux, CEO Zenith
Laut den heute von Zenith veröffentlichten neuen Mobile Advertising Forecasts wird im nächsten Jahr weltweit 75 Prozent der Internetnutzung über mobile Geräte erfolgen. Damit setzt sich der Trend des mobilen Internets weiter fort und nach einem rasanten Anstieg von 40 Prozent im Jahr 2012 auf 68 Prozent in 2016 prognostizieren wir für das Jahr 2018 einen Anteil von 79 Prozent.

Diese erste Ausgabe der Mobile Advertising Forecasts wirft einen genaueren Blick auf die mobile Werbung und die Mobiltechnologie in 60 wichtigen Ländern in der ganzen Welt. Prognostiziert werden die steigende Zeit, die Verbraucher im mobilen Internet verbringen, die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablets und die steigenden mobilen Werbeinvestitionen.

Spanien, Hongkong und China führen bei mobilem Internetkonsum
Die Länder mit dem höchsten mobilen Internetkonsum finden sich in Westeuropa, Asien und Nordamerika. Mobiles Internet ist in Spanien bereits die bevorzugte Form der Internetnutzung und wir erwarten, dass der mobile Internetkonsum hier 2016 bei 85 Prozent liegen wird. An zweiter Stelle liegt Hongkong mit einer mobilen Internetnutzung von 79 Prozent, danach folgen China mit 76 Prozent und die USA mit 74 Prozent. Den fünften Platz teilen sich Italien und Indien mit je 73 Prozent.
Wir gehen davon aus, dass 2018 Hongkong mit einer mobilen Internetnutzung von 89 Prozent weltweit an der Spitze liegen wird.  Knapp dahinter folgen an zweiter Stelle China mit 87 Prozent und an dritter Stelle Spanien mit 86 Prozent, danach die USA und Italien mit jeweils 83 Prozent sowie Indien mit 82 Prozent.

„Auch hierzulande erfolgt der größere Anteil der Internetnutzung inzwischen über mobile Endgeräte“, konstatiert Dirk Lux, CEO von Zenith in Deutschland. „Der mobile Internetkonsum liegt im laufenden Jahr bei 63 Prozent und bei 66,6 bzw. 68,4 Prozent in den kommenden Jahren. Anstelle eines sprunghaften Anstiegs sehen wir vor allem einen Shift vom stationären ins mobile Internet.“

Smartphone-Durchdringung steigt zwischen 2012 und 2016 um das 2,4-fache
Hauptverantwortlich für den Anstieg der mobilen Internetnutzung ist die rasante Verbreitung von Mobilgeräten. 2012 besaßen nur 23 Prozent der Bevölkerung in den 60 von uns untersuchten Märkten ein Smartphone, und gerade einmal 4 Prozent hatten ein Tablet.  Die Smartphone-Durchdringung hält jetzt bei 56 Prozent, das bedeutet einen 2,4-fachen Anstieg in den letzten vier Jahren, und wir prognostizieren eine weitere Zunahme auf 63 Prozent bis 2018. Tablets sind nach wie vor mehr im Luxusbereich angesiedelt und somit bei weitem nicht so stark verbreitet: Derzeit haben 15 Prozent der Konsumenten in unseren 60 Märkten ein Tablet, und wir erwarten, dass diese Zahl bis 2018 auf 17 Prozent steigen wird.

Smartphones am stärksten verbreitet in Westeuropa und Asien
Die höchste Smartphone-Durchdringung finden wir in Westeuropa und in Asien. Unserer Schätzung nach hat Irland in diesem Jahr mit 92 Prozent die höchste Smartphone-Durchdringung, gefolgt von Singapur mit 91 Prozent, Spanien mit 88 Prozent, Norwegen mit 86 Prozent und Südkorea mit 84 Prozent. Unsere Prognose sieht Irland auch 2018 mit einer Durchdringung von 94 Prozent auf dem ersten Platz, danach folgen die Schweiz und Singapur mit jeweils 92 Prozent sowie Norwegen und Taiwan mit jeweils 91 Prozent auf den weiteren Plätzen. In Deutschland nutzen 79 Prozent der mobilen Surfer ein Smartphone.

Die Tablet-Durchdringung ist in den einzelnen Märkten extrem unterschiedlich. In 10 der von uns untersuchten 60 Märkte gibt es eine Durchdringungsrate von über 50 Prozent, und in weiteren 10 gibt es eine Durchdringungsrate von unter 10 Prozent. In China besitzen nur 3 Prozent der Bevölkerung ein Tablet, was den Durchschnittswert stark nach unten zieht, da 27 Prozent der Bevölkerung in diesen 60 Märkten aus China stammen. In Indien, das weitere 26 Prozent der Bevölkerung in diesen 60 Märkten stellt, haben 6 Prozent ein Tablet. Die höchste Tablet-Durchdringung gibt es mit 75 Prozent in Singapur. Den letzten Platz teilen sich China und Thailand mit je 3 Prozent.

60 Prozent mobile Internetwerbung in 2018
Wie in unseren Advertising Expenditure Forecasts im September 2016 veröffentlicht, wird der Anteil der Internetwerbung weltweit von 44 Prozent in diesem Jahr auf 52 Prozent im nächsten Jahr steigen und damit 2017 erstmals mehr Geld in die mobile Werbung fließen als in Festnetzmedien. 2018 sehen wir den Anteil der mobilen Werbung an der gesamten Internetwerbung bei 60 Prozent. 2017 rechnen wir mit Werbeausgaben in mobilen Medien von insgesamt US$ 134 Mrd., das ist mehr als für Werbung in Zeitungen, Zeitschriften, Kinos und Außenwerbung zusammen ausgegeben wird.
„In Deutschland werden dieses Jahr 1,6 Prozent der Online-Werbung an mobile Endgeräte ausgeliefert“, so Lux. „Das entspricht einem Gegenwert von 317 Mio. Euro. Für 2017 rechnen wir mit einem Anstieg auf 2,4 Prozent und 483 Mio. Euro, 2018 werden es 3,5 Prozent und 736 Mio Euro sein. Dieser Boom mobiler Werbung sollte von werbungtreibenden Unternehmen als Signal verstanden werden, an einer gezielten mobilen und mobilisierenden Konsumentenansprache zu arbeiten. Echte, mobile Werbung, die mit den Möglichkeiten des mobilen Endgeräts spielt, ist immer noch rar.“

Was das für Werbetreibende bedeutet
Zenith rät, dass alle Marken in ihrer digitalen Kommunikation sich vorrangig auf mobile Medien ausrichten: Alle Bereiche – von Marken-Websites bis zu Videowerbungen sind so zu gestalten, dass sie die bestmöglichen Ergebnisse auf mobilen Geräten erzielen. Dabei ist es für Werbetreibende aber auch wichtig, nicht nur die mobilen Geräte zu berücksichtigen sondern auch die Mobilität der Kunden. Im Verlauf eines Tages wechseln Konsumenten zwischen Tablet, Desktop und Smartphone hin und her, manchmal auch während dem Fernsehschauen, d.h. Werbetreibende müssen Markenbotschaften generieren, die auf verschiedenen Medien und Geräten stimmig und einheitlich sind.

Zenith empfiehlt Werbern auch bei der Planung ihrer Kommunikationsstrategie das umfassende mobile Ökosystem zu nutzen, darunter Smartwatches, Activity Tracker und andere intelligente Geräte. Da Verbraucher dazu tendieren, diese Spezialgeräte bei ganz konkreten Anlässen zu nutzen, erhalten Werbetreibende hier die Gelegenheit, ihre Werbebotschaft zielgenau darauf auszurichten.

„Weltweit erfolgen bereits heute die meisten Zugriffe auf das Internet mit mobilen Geräten,” erklärte Jonathan Barnard, Head of Forecasting bei Zenith. „Länder in Westeuropa, Asien und Nordamerika sind bei diesem Umstieg zwar führend, aber mobile Technologien sind weltweit stark im Kommen. Nächstes Jahr werden mobile Geräte auch zum wichtigsten Medium für Internetwerbung.“

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6. Oktober, 2016

Zenith realisiert für Das Örtliche erstmals die programmatische, datengestützte Auslieferung verschiedener Kreationen

Lothar Prison, CDO Publicis Media
Die zu Publicis Media gehörende Mediaagentur Zenith setzt erstmals eine vermarkterübergreifende, programmatische Audio-Kampagne um. Bisher hat die Agenturgruppe Programmatic Advertising bereits im Internet, in der Außenwerbung und im TV eingesetzt. Nun folgt Radio.

Für den Kunden Das Örtliche werden Audio-Spots mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten an eng definierte Zielgruppen ausgeliefert. Ein Spot richtet sich beispielsweise an Sportbegeisterte, ein anderer an Hauseigentümer oder Tierfreunde. Um diese Zielgruppen ohne Streuverluste über digitales Radio ansprechen zu können, werden Ortsdaten des Anbieters AdSquare eingesetzt. Adsquare ermöglicht ortsabhängiges Targeting. Dabei können Zielpersonen sowohl an bestimmten Orten angesprochen werden, als auch zeitversetzt, nachdem sie diese Orte besucht haben.

Um die App des Kunden Das Örtliche zu bewerben, wird beispielsweise der Spot zum Thema Fitness an Zielpersonen ausgeliefert, die sich auf bestimmten Sport Events oder in einschlägigen Fachgeschäften aufhalten oder aufgehalten haben. Den Spot für Tierfreunde wiederum bekommen Menschen zu hören, die beispielsweise einen Tierarzt besucht hatten.

Insgesamt werden zehn verschiedene Spots an zehn unterschiedliche Zielgruppen vermarkterübergreifend ausgespielt. Zum Einsatz kommen zwei DSPs, die Werbeplätze von RMS, Spotify und SpotCom mit den Ortsdaten von Adsquare kombinieren.

„Die besondere Mechanik dieser Kampagne ermöglicht es uns erstmals, auch im Bereich Audio sehr konkrete Zielgruppen ohne den Umweg über Mediazielgruppen zu erreichen. Durch die individualisierte Ansprache erhöhen wir gleichzeitig die Wirkung unserer Werbebotschaft, da der Inhalt als passender und somit relevanter empfunden wird“, erläutert Daniel Wurl, Leitung Werbung & Kommunikation, Das Örtliche Service- und Marketing.
  
Lothar Prison, Chief Digital Officer Publicis Media, fügt hinzu: „Programmatic Advertising ist mehr als die automatisierte Buchung von Werbeplätzen. Erst durch die intelligente Nutzung von Daten spielt Programmatic seine Stärken aus – in allen Mediengattungen. Denn alle Medien werden über kurz oder lang digital. Digital heißt, sie werden adressierbar, und Adressierbarkeit ist der Schlüssel für Programmatic Advertising. Als Publicis Media waren wir die Ersten, die programmatische Kampagnen in der Außenwerbung und im Fernsehen umgesetzt haben. Auch in der Gattung Audio/Radio sind wir jetzt Pioniere. Künftig wird es darum gehen, die Vorzüge des Programmatic Advertising für alle Kunden in allen Gattungen verfügbar zu machen.“

Die Kampagne für Das Örtliche läuft noch bis zum 16. Oktober. Mit der Erstellung der Spots war die Werbeagentur Butter beauftragt. Die gesamte Kampagne wird über AOD, die zentrale Programmatic Plattform von Publicis Media gemanagt.

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13. September, 2016

Werbemarkt trotz Brexit Votum weltweit im Aufwind

Dirk Lux, CEO Zenith
Laut den heute von Zenith veröffentlichten neuen Advertising Expenditure Forecasts werden die Werbeausgaben in diesem Jahr weltweit um 4,4 Prozent auf US$ 539 Milliarden steigen und damit die im Juni veröffentlichten Wachstumsprognosen von 4,1 Prozent übertreffen. 2017 werden sich die Werbeausgaben um 4,5 Prozent und 2018 um 4,6 Prozent erhöhen und damit ebenfalls über den vorher prognostizierten 4,3 Prozent bzw. 4,4 Prozent liegen. Mit US$ 589 Milliarden liegen die weltweiten Werbeausgaben 2018 um US$ 4 Milliarden über den im Juni vorhergesagten Zahlen. USA, Philippinen und Westeuropa verantwortlich für schnelleres Wachstum der Werbeausgaben
Der größte Wachstumstreiber sind die USA, wo  die höheren Verbraucherausgaben infolge der guten Lage am Arbeitsmarkt und die um ihren Anteil am expandierenden Markt konkurrierenden Werbeträger zu einem höher als erwarteten Wachstum führen. Wir gehen davon aus, dass US-amerikanische Fernsehsender nach einem Rückgang von 5,0 Prozent im letzten Jahr dank neuer Werbekampagnen von Pharma- und Konsumgüterunternehmen sowie der guten allgemeinen Wirtschaftslage 2016 wieder wachsen und 1,0 Prozent zulegen können. Ebenso erwarten wir, dass die sozialen Medien nach 32,0 Prozent Wachstum im letzten Jahr 2016 um weitere 35,0 Prozent zulegen, da Werbungtreibende vermehrt neue Formate nutzen, wie etwa In-Feed Video, und auch die mobile Internetnutzung weiter zunimmt. Insgesamt sehen wir jetzt ein Wachstum für den US-Werbemarkt von 4,4 Prozent anstatt der früher prognostizierten 3,8 Prozent.

„Im gesättigten, stabilen deutschen Werbemarkt fällt das Wachstum dagegen mit 2,8 Prozent gegenüber Vorjahr weniger dynamisch aus“, so Dirk Lux, CEO Zenith Deutschland. „Auch hierzulande ist das Internet mit plus sieben Prozent Wachstumstreiber, aber auch Outdoor (+7,5 Prozent) und die anderen elektronischen Medien entwickeln sich positiv, während Print weiter verliert. Das Fernsehen bleibt die sichere Bank vieler Werbungtreibender. Addressable TV und damit auch Programmatic Advertising werden der Gattung auch in den kommenden zwei Jahren ein Wachstum von drei bzw. 2,5 Prozent bescheren.“

Zenith erhöht auch die Prognosen für die Werbeausgaben im Asien-Pazifik-Raum. Aufgrund der hohen Werbeausgaben auf den Philippinen im Vorfeld der Präsidentenwahlen im Mai 2016 erwarten wir jetzt ein Wachstum im Asien-Pazifik-Raum von 6,3 Prozent (davor 6,2 Prozent). Ebenfalls nach oben korrigieren wir unsere Prognosen für Westeuropa, wo die verbesserte Wirtschaftslage in Belgien, Finnland, Deutschland, Italien, Norwegen, Portugal und Schweden die Abschwächung in Großbritannien wettmachen konnte. Wir erhöhen somit unsere Wachstumsprognose für Westeuropa von 3,5 Prozent im Juni jetzt auf 3,6 Prozent.

Leichte Abschwächung des britischen Werbemarkts nach Brexit-Votum

Auch wenn das Brexit-Votum für viele in Großbritannien ein Schock war, reagierten Werbungtreibende bisher ziemlich gelassen und ohne größere Kürzungen ihrer Werbeetats. Wir prognostizieren in diesem Jahr ein Wachstum der Werbeausgaben von 5,4 Prozent und damit nur unwesentlich unter den vor dem Referendum vorhergesagten 5,6 Prozent. Wie bereits in unseren früheren Forecasts erwähnt, werden sich die Folgen des Brexit-Votums für den britischen Werbemarkt größtenteils erst langfristig bemerkbar machen. Wie immer die künftigen Handelsabkommen Großbritanniens mit der EU und anderen Ländern auch ausfallen mögen, sie werden aller Wahrscheinlichkeit nach die Handels- und Investitionsströme gegenüber dem Vor-Brexit-Stand einschränken und damit nicht nur das Wirtschaftswachstum insgesamt sondern auch das Wachstum der Werbeausgaben abschwächen. Die Bereitschaft von Unternehmen in neue Produkte zu investieren sowie von Verbrauchern große Zahlungsverpflichtungen einzugehen dürfte aufgrund der Unsicherheit über die Folgen des EU-Austritts kurzfristig abnehmen. Das könnte von einem enttäuschend geringen Wachstum bis hin zu einer richtigen Rezession reichen. Unsere aktuellen Prognosen gehen von einem langsameren aber weiterhin positiven Wirtschaftswachstum aus und somit korrigieren wir unsere Wachstumsprognose für den britischen Werbemarkt von 4,0 Prozent vor dem Brexit-Votum jetzt auf 3,4 Prozent für 2017.

Mobile Medien überflügeln Festnetzmedien schneller als erwartet
Im Juni prognostizierten wir, dass 2017 erstmals mehr Geld in die mobile Werbung fließen wird als in Festnetzmedien. Wir bleiben bei dieser Vorhersage, aktualisieren aber unsere Wachstumsprognosen für den mobilen Markt in diesem Jahr von 46,0 auf 48,0 Prozent und im nächsten Jahr von 29,0 auf 33,0 Prozent. Somit sollten 2017 bereits um US$ 8,0 Milliarden mehr Werbeausgaben in mobile Medien als in Festnetzmedien fließen und nicht wie im Juni vorhergesagt US$ 2,0 Milliarden. 2018 sehen wir den Anteil der mobilen Werbung an der gesamten Internetwerbung bereits bei 60 Prozent und nicht mehr bei den früher prognostizierten 58 Prozent.

„Auch hierzulande läuft die mobile Internetnutzung der stationären den Rang ab“, erläutert Lux. „In der Folge steigt auch die Auslieferung von Display-Werbung auf mobile Endgeräte. Dieser Boom mobiler Werbung ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, denn echte, mobile Werbung, die mit den Möglichkeiten der mobilen Endgeräte spielt, ist noch immer selten. Werbungtreibende sollten sich hier nicht darauf ausruhen, dass ihre Werbung die Smartphone- und Tablet-Nutzer erreicht, sondern an einer gezielten mobilen und mobilisierenden Konsumentenansprache arbeiten.“

Rückgang bei Festnetz stärker als bei Printmedien bis 2018
Die Desktopwerbung erreichte 2014 mit US$ 99,0 Milliarden ihren Höhepunkt und ging 2015 um 0,1 Prozent auf US$ 98,9 Milliarden zurück, da mehr Werbegelder in mobile Medien flossen. Wir erwarten in den nächsten Jahren eine zunehmende Rückgangsdynamik bei der Desktopwerbung und sehen hier eine Abnahme der Werbemittel um 0,8 Prozent 2016, 2,9 Prozent 2017 und 7,4 Prozent 2018. Von 2015 bis 2018 werden damit insgesamt um US$ 10,7 Milliarden weniger Mittel in die Desktopwerbung fließen. Der Festnetzmarkt schrumpft somit stärker als die anderen zwei rückläufigen Medien – nämlich Zeitungen (um US$ 9,6 Mrd.) und Zeitschriften (um US$ 4,4 Mrd.). Im gleichen Zeitraum steigen die Werbeausgaben für den mobilen Sektor um US$ 81,3 Milliarden, d.h. siebenmal mehr als die Werbemittel insgesamt für Fernsehen (US$ 7,3 Mrd.), Außenwerbung (US$ 3,0 Mrd.), Radio (US$ 0,9 Mrd.) und Kino (US$ 0,7 Mrd.) steigen.

 „Der globale Werbemarkt konnte in den letzten Monaten hauptsächlich dank der guten Verbraucherstimmung in den USA zulegen“,  erklärt Jonathan Barnard, Head of Forecasting bei Zenith. „Bis jetzt sind die Auswirkungen des Brexit-Votums gering und auf Großbritannien beschränkt. Wir gehen davon aus, dass der Werbemarkt 2017 und 2018 weltweit weiter wachsen wird.“

Zenith erstellt die vierteljährlichen Forecasts seit 1987. Sie dienen der Werbewirtschaft als wertvolles Barometer für die Planung ihrer Media-Aktivitäten und werden darüber hinaus von Medien, Werbeagenturen, Unternehmensberatern und Analysten genutzt. Seit Juni 2012 stehen die Daten der vergangenen und künftigen Netto-Werbeinvestitionen weltweit erstmals in einer Online-Datenbank unter www.adforecast.com zur Verfügung. Mediensplits und Jahresvergleiche aller erhobenen Länder können in Grafiken und Diagrammen dargestellt und heruntergeladen werden. Auch die Mediengattungen lassen sich untereinander vergleichen. Für Zenith-Kunden ist der Datenbankzugang kostenlos. Journalisten haben die Möglichkeit, die Datenbank eine Woche kostenlos zu testen. Die kostenpflichtige Studie „Advertising Expenditure Forecast“ kann außerdem weiterhin bestellt werden unter www.zenithoptimedia.com.
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4. August, 2016

Publicis Media stellt sich auch in Deutschland neu auf

Dirk Lux
CEO Zenith Birgit Konrad
COO Zenith Stefan Uhl
CEO Starcom
Dirk Lux wird CEO Zenith // Michael Marzahn baut Blue 449 aus // Stefan Uhl führt Starcom und Mediavest als CEO Im Zuge der groß angelegten Neuausrichtung der Publicis Groupe organisieren sich auch die deutschen Mediaagenturen Zenith, Blue449, Starcom und Mediavest unter dem Dach der im April geschaffenen Publicis Media nach dem globalen Vorbild. Alle vier Agenturen werden weltweit jeweils mit einer eigenen starken Positionierung im Markt agieren. Die bisherigen Agenturgruppen Starcom Mediavest Group und ZenithOptimedia werden nicht länger fortgeführt.
 
Für die deutschen Mediaagenturen hat Frank-Peter Lortz, CEO Publicis Media DACH heute das Management bekanntgegeben. Dirk Lux, 49, wird demnach CEO von Zenith, der mit Standorten in Düsseldorf, Frankfurt und München größten Mediaagentur der deutschen Publicis Media. Lux war zuvor COO von Zenith. Nachdem Petra Gnauert, 49, als COO in die Publicis Media aufrückte, übernimmt er nun ihre frühere Position.
 
Neben Dirk Lux rückt Birgit Konrad, 48, zur COO auf. Konrad führte zuvor das Frankfurter Büro der Optimedia Dieses wird künftig in die Zenith integriert und weiter ausgebaut.
 
Frank-Peter Lortz: „Dirk hat in den vergangenen drei Jahren, unser Geschäft mit nationalen und internationen Kunden sehr erfolgreich weiterentwickelt – etwa durch den Gewinn von Daimler. Mit seiner längjährigen Agenturerfahrung und seinem besonderen Esprit ist er genau der Richtige, um die Zenith weiter auszubauen und auf Erfolgskurs zu halten. Ich freue mich auch, dass er mit Birgit eine erfolgreiche Agenturmanagerin an seiner Seite hat, die den Frankfurter Standort mit relevanten Kundengewinnen und dem Ausbau des Bestandgeschäfts sehr gut weiterentwickelt hat. Die beiden bilden ein perfektes Duo.“   
 
Die zweite Mediaagenturmarke der Publicis Media wird Blue449. Die jüngste Agentur des Netzwerks wird global mit Optimedia verschmolzen und wird so vom kleinen Herausforderer zur starken Alternative. In Deutschland wird Blue449 von Michael Marzahn, 43, als Managing Director geführt und ausgebaut. Lokale und globale Kunden der bisherigen Optimedia, die zum strategischen Open-Source-Konzept der Blue449 passen, werden künftig von dieser Agentur betreut werden, andere wechseln zur Zenith. Der Düsseldorfer Standort der der Optimedia bildet somit die Basis der neuen Blue449. Marco Dörper, 50, bisher Managing Director Optimedia Düsseldorf wechselt in gleicher Position zur Zenith.
„Michael kennt sowohl die Agentur-, als auch die Kundenseite des Mediageschäfts“, so Lortz. „Er hat Blue449 vor einem Jahr in Deutschland an den Start gebracht und ist mit seiner natürlichen Neugier und der Gabe, immer wieder neue Perspektiven einnehmen zu können, genau der Richtige, um den Open-Source Ansatz der Agentur, bei dem neben Kunde und Agentur auch weitere Player einbezogen werden, weiterzuentwickeln.“  
 
Starcom und Mediavest sind die dritte und vierte Mediaagenturmarke im Verbund der Publicis Media. Beide werden von CEO Stefan Uhl, 47, dem bisherigen CEO der Starcom Mediavest Group, geführt.
„Stefan hat die Starcom in Deutschland auf starken Wachstumskurs zurückgeführt und neben globalen auch namhafte nationale Kunden gewonnen. Er hat Starcom als Human Experience Company sowohl in den Köpfen der Mitarbeiter, als auch bei Kunden und Marktpartnern verankert und die Agentur damit zu einer unverwechselbaren und starken Marke gemacht – 65 Prozent Wachstum laut Recma sprechen eine deutliche Sprache.“  
 
Die in Deutschland seit 2009 als operative Holding fungierende VivaKi wird im Zuge der Neuorganisation in Publicis Media umbenannt. Personelle Veränderungen ergeben sich daraus nicht.
 
Frank-Peter Lortz: „In Deutschland leben wir bereits seit vielen Jahren eine auf Synergien und kundenorientierten Mehrwert ausgerichtete Partnerschaft der Agenturen. Die neue Organisationsform in der Publicis Media ist eine konsequente Weiterentwicklung auf globaler Ebene, die wir sehr begrüßen.
 
Petra Gnauert, COO Publicis Media: „Jede unserer vier Mediaagenturen ist damit optimal global aufgestellt und kann sich dank der Unterstützung aus den globalen Ressourcenzentren, den so genannten Global Practices, ganz darauf konzentrieren, ihre Kunden auch in den Geschäftsfeldern Data, Analytics, Content und Performance zu beraten und bei der Transformation ihres Geschäfts zu unterstützen.“

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22. Juni, 2016

Mobile Internetwerbung überholt Desktopwerbung schon 2017

Frank-Peter Lortz
CEO Publicis Media DACH
Mobiles Internet wird Desktopinternet 2017 als wichtigstes Werbemedium ablösen, bereits ein Jahr früher als prognostiziert. Laut den aktuell von Zenith veröffentlichten neuen Advertising Expenditure Forecasts werden Werbungtreibende 2017 weltweit  US$ 99,3 Milliarden für mobile Internetwerbung ausgeben und US$ 97,4 Milliarden für Werbung im stationären Internet.

Im Dezember prognostizierten wir, dass 2018 erstmals mehr Geld in die mobile Internetwerbung fließen wird als in die Desktopmedien, aber die rasante Entwicklung auf dem mobilen Werbemarkt lässt uns diese Prognose um ein Jahr vorverlegen. Die mobile Werbung wächst extrem schnell: allein 2015 um 95 Prozent, für 2016 erwarten wir ein Wachstum von 46 Prozent und für 2017 und 2018 prognostizieren wir ein Wachstum von jeweils 29 Prozent. Mobile ist bereits das wichtigste Internetmedium (siehe die letzte Woche veröffentlichten Media Consumption Forecasts 2016 von Zenith), und Werbungtreibenden folgen ihren Konsumentenzielgruppen ebenfalls in die mobile Welt. „Die globale Entwicklung spiegelt sich in Deutschland. Auch hierzulande hat das mobile Zeitalter begonnen“, sagt Frank-Peter Lortz, CEO Publicis Media DACH. „Kommunikation muss mobil sein, wenn sie Menschen bewegen will. Die Kür wird zur Pflicht. Werbungtreibende müssen neue Wege gehen, und Agenturen müssen die notwendigen Technologien beherrschen, um diese Wege zu ebnen und gangbar zu machen.“   

Desktopinternet verliert Marktanteile
Die Desktopwerbung erreichte 2014 mit US$ 98,9 Mrd. ihren Höhepunkt und ging 2015 um 0,2 Prozent auf US$ 98,7 Mrd. zurück, da bereits mehr Werbegelder in mobile Medien flossen. Wir erwarten einen weiteren Rückgang der Desktop-Werbung über den gesamten Prognosezeitraum: und zwar um 0,9 Prozent in 2016, 0,4 Prozent in 2017 und 6,0 Prozent in 2018. Unsere Prognosen sehen jetzt die Werbeausgaben für Desktop-Medien 2018 bei US$ 91,5 Milliarden und damit bei 42 Prozent der gesamten Internetwerbung sowie den Anteil der mobilen Werbung bei 58 Prozent.

China in der mobilen Vorreiterrolle, gefolgt von Großbritannien

China ist der führende mobile Werbemarkt und Vorreiter bei Entwicklungen, die danach die ganze Welt erobern. In China dominieren mobile Medien bereits die Internetwerbung – ihr Anteil bei Werbeausgaben im Internet liegt 2016  mit 56 Prozent und 2018 mit 78 Prozent  höher als in allen anderen Ländern. Mit einem Anteil von 29 Prozent am gesamten Werbemarkt wird mobiles Internet 2016 das Fernsehen in China erstmals als größtes Werbemedium ablösen. Für 2018 erwarten wir einen Anteil von 47 Prozent. Nächstes Jahr wird China die USA überholen und zum größten mobilen Werbemarkt aufsteigen: In China werden US$ 32,7 Mrd. in mobile Werbung fließen und in den USA im gleichen Zeitraum US$ 30,5 Mrd.

„Die Werbungtreibenden in China zeigen, wie die neuen mobilen Medien genutzt werden können“, erklärt Lortz. „In China ist mobile Werbung bereits das wichtigste Werbemedium und bei der Markenkommunikation liegt Mobile ganz vorne. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die übrige Welt aufschließt.“

In Großbritannien ist der mobile Werbemarkt am zweitbesten entwickelt. 2016 ist Großbritannien neben China das einzige Land, in dem der Anteil der mobilen Medien an der Internetwerbung mit 51 Prozent über fünfzig Prozent erreicht und in dem mehr Werbemittel in mobile Medien fließen als in alle anderen Medien. 2016 entfallen 28 Prozent der gesamten Werbeausgaben im Vereinten Königreich auf mobile Medien und 2018 werden es bereits 39 Prozent sein.

Weltweit gesehen liegt die mobile Werbung etwas hinter der Fernsehwerbung zurück und das wird zumindest auch noch in den nächsten Jahren so bleiben: bis 2018 rechnen wir mit Werbeausgaben in mobilen Medien von insgesamt US$ 127,8 Mrd. und im Fernsehen von insgesamt US$ 192,2 Mrd.

Kein Wachstum mehr für klassische Display-Werbung
Die klassische digitale Display-Werbung – Werbebanner und ähnliche Formate – wird nach einem Wachstum von 8,6 Prozent in 2015 dieses Jahr um 3,1 Prozent zurückgehen. Wir sehen zwar in den nächsten zwei Jahren wieder ein leichtes Wachstum, das dürfte aber kaum ausreichen, um die heurigen Verluste auszugleichen. Mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von nur 0,3 Prozent zwischen 2015 und 2018 stagniert dieser Bereich de facto. Somit sind Online-Video und soziale Medien in den nächsten drei Jahren für das gesamte Wachstum in der Display-Werbung allein verantwortlich. Glücklicherweise wachsen diese Bereiche sehr schnell: Wir prognostizieren für die Online-Videowerbung ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 20,1 Prozent zwischen 2015 und 2018 und für die sozialen Medien von 23,6 Prozent.

Der plötzliche Rückgang bei der klassischen Display-Werbung ist mit dem rasanten Umstieg auf mobile Werbung zu erklären. Die Wirkung von Werbebannern ist auf mobilen Geräten wesentlich geringer als auf Desktopgeräten – Verbraucher empfinden sie eher als störend und klicken sie mehr aus Zufall als mit Absicht an. Im Gegensatz dazu kann Online-Video von der größeren Verfügbarkeit von hochwertigen Inhalten profitieren sowie auch von den Verbesserungen beim mobilen Seherlebnis, wie etwa bessere Displays und schnellere Verbindungen. Und für viele Verbraucher ist es zur festen Gewohnheit geworden, ihre Mobilgeräte regelmäßig nach Social Media Angeboten abzufragen, wo die Social Media-Werbung nahtlos mit ihren mobilen App Newsfeeds verschmilzt.

Brexit als mögliche Wachstumsbremse für Europa

In dieser Woche stimmt Großbritannien über seinen weiteren Verbleib in der Europäischen Union ab. Anfang des Monats veröffentlichten wir unsere Analyse zu den möglichen negativen Auswirkungen auf den britischen Werbemarkt durch ein Austrittsvotum. Wir stellten fest, dass ein Austritt aus der Europäischen Union (Brexit) Großbritannien jährlich £70 Millionen an Wachstum in der Werbebranche kosten würde – das sind insgesamt £1 Milliarde bis 2030. Ein Brexit würde auch die in Europa bereits vorhandene Unsicherheit bei Unternehmen und Verbrauchern weiter ansteigen lassen und damit für die gesamte Region ein Abwärtsrisiko bedeuten.

„Wenn die Briten tatsächlich für einen Austritt aus der EU stimmen, wird das auch Auswirkungen auf den deutschen Werbemarkt haben“, so Frank-Peter Lortz. „Angesichts der prognostizierten drastischen Börseneinbrüche ist die Verunsicherung auch unter den Werbungtreibenden enorm. Im Falle eines Brexits wird das Exportland Deutschland als einer der größten Verlierer dastehen. Unternehmen mit starken Verbindungen nach Großbritannien werden Art und Umfang ihrer Marketingaktivitäten überdenken. Dabei ist klar, dass eine kurzfristige Reaktion auf die britische Entscheidung noch nicht die ganze Tragweite zeigen muss. Das gilt auch im Fall eines Verbleibs der Briten in der EU. Ein solcher Vertrauensausspruch würde die Stimmung anheben und positive Ausschläge verursachen – allerdings nicht in gleichem Maße wie ein Austrittszenario.“ Zenith erstellt die vierteljährlichen Forecasts seit 1987. Sie dienen der Werbewirtschaft als wertvolles Barometer für die Planung ihrer Media-Aktivitäten und werden darüber hinaus von Medien, Werbeagenturen, Unternehmensberatern und Analysten genutzt. Seit Juni 2012 stehen die Daten der vergangenen und künftigen Netto-Werbeinvestitionen weltweit erstmals in einer Online-Datenbank unter www.adforecast.com zur Verfügung. Mediensplits und Jahresvergleiche aller erhobenen Länder können in Grafiken und Diagrammen dargestellt und heruntergeladen werden. Auch die Mediengattungen lassen sich untereinander vergleichen. Für Zenith-Kunden ist der Datenbankzugang kostenlos. Journalisten haben die Möglichkeit, die Datenbank eine Woche kostenlos zu testen. Die kostenpflichtige Studie „Advertising Expenditure Forecast“ kann außerdem weiterhin bestellt werden unter www.zenithoptimedia.com.
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13. Juni, 2016

Mobiler Internetkonsum steigt 2016 um 28 Prozent

Laut den heute veröffentlichten Media Consumption Forecasts von Zenith werden wir in diesem Jahr weltweit um 27,7 Prozent  mehr Zeit im mobilen Internet verbringen und damit für einen insgesamt um 1,4 Prozent  höheren Medienkonsum sorgen. Die Nutzung aller anderen Medien – darunter auch Desktopinternet – wird im gleichen Zeitraum um 3,4 Prozent  zurückgehen. Diese zum zweiten Mal erscheinende jährliche Ausgabe der Media Consumption Forecasts untersucht das sich ändernde Nutzungsverhalten beim Medienkonsum und prognostiziert die sich daraus ergebenden zeitmäßigen Auswirkungen für die einzelnen Medien zwischen 2016 und 2018. Der Bericht untersucht die mit dem Lesen von Zeitungen und Zeitschriften, Fernsehen, Radiohören, Kinobesuchen, Internetnutzung und Betrachten von Außenwerbung verbrachte Zeit außer Haus.  Diese Ausgabe umfasst 71 Länder in der ganzen Welt; im Vorjahr waren es 65. 71 Prozent  mobiler Internetkonsum Anfang dieses Jahrzehnts stieg die Desktop-Internetnutzung rasant und erreichte 2014 mit 52 Minuten pro Tag ihren Höchstwert, nachdem es 2010 noch 36 Minuten täglich waren. Der Umstieg von immer mehr Menschen auf Mobilgeräte führt aber zu einem Rückgang bei der Desktopnutzung. 2015 nutzten erstmals mehr Menschen das mobile Internet als das Desktopinternet. Und für das aktuelle Jahr prognostizieren wir, dass die Menschen weltweit durchschnittlich 86 Minuten pro Tag das mobile Internet nutzen und 36 Minuten das Desktopinternet. Das bedeutet, 71 Prozent  des Internetkonsums erfolgen mobil. Nach Regionen betrachtet ist der mobile Internetkonsum im Asien-Pazifik-Raum mit 73 Prozent  am höchsten, knapp gefolgt von Nordamerika mit einem Anteil von 72 Prozent. Mobiles Internet boomt, alle anderen Medien verlieren Die zunehmende Nutzung des mobilen Internets geht auf Kosten aller anderen Medien. In diesem Jahr verbringen wir laut unseren Prognosen durchschnittlich um 27,7 Prozent   mehr Zeit im mobilen Internet und um 15,8 Prozent  weniger Zeit im Desktopinternet. Alle traditionellen Medien werden 2016 Marktanteile einbüßen: Kino um 0,5 Prozent, Outdoor-Medien um 0,8 Prozent, Fernsehen um 1,5 Prozent, Radio um 2,4 Prozent, Zeitungen um 5,6 Prozent  und Zeitschriften um 6,7 Prozent. Achtung: Diese Zahlen beziehen sich nur auf die Zeit, die wir diese Medien in ihrer klassischen Form nutzen –  Printtitel und Fernsehsender und Radiostationen. Einen Großteil ihrer Zeit im Internet verbringen Konsumenten mit Inhalten, die von klassischen Verlagen und Sendeanstalten produziert werden. Eigentümer von traditionellen Medien haben in großem Umfang in die Online-Erweiterung ihrer Marke investiert und einige von ihnen haben im Internet ein größeres Publikum als ihre Offline-Produkte je hatten. Die zunehmende mobile Internetnutzung bietet für klassische Verlage und Sendeanstalten sowohl Chancen als auch Gefahren. Mobiles Internet lässt Medienkonsum weiter steigen Die immer stärkere Nutzung des Internets (zuerst Desktop, jetzt mobil) ließ zwischen 2010 und 2015 den Medienkonsum insgesamt um 7,9 Prozent  steigen, und zwar von 403 Minuten pro Tag auf 435 Minuten täglich. Das durchschnittliche jährliche Wachstum lag bei 1,5 Prozent  und für 2016 prognostizieren wir weitere 1,4 Prozent  Wachstum. Für 2017 erwarten wir ein Wachstum von 1,2 Prozent, gefolgt von nur 0,4 Prozent  Wachstum im Jahr 2018, wenn die mobile Nutzung abzuflachen beginnen wird. 2018 rechnen wir weltweit mit einer Mediennutzung von durchschnittlich 448 Minuten täglich. Fernsehen weiterhin weltweit dominierend Trotz der jüngsten rückläufigen Zahlen bleibt das klassische Fernsehen weltweit auch weiterhin mit großem Abstand das beliebteste Medium und lockte 2015 die Menschen täglich 177 Minuten vor den Fernseher. An zweiter Stelle folgte der Internetkonsum mit täglich 110 Minuten. 2015 hatte Fernsehen einen Anteil von 41 Prozent  am gesamten Medienkonsum. Für 2018 erwarten wir einen Anteil von immer noch 38 Prozent  sowie einen Internetanteil von 31 Prozent. „Die Mobiltechnologie verändert das Medienverhalten der Menschen weltweit und führt insgesamt zu einem höheren Medienkonsum”, erklärt Frank-Peter Lortz, CEO Publicis Media DACH. „Eigentümer von klassischen Medien erhalten damit die Chance, bis dahin für sie unerreichbare Menschen und Orte zu erreichen, und Konsumenten können auf völlig neue Art interessante Inhalte finden und genießen.” Über Zenith
Zenith ist Teil von Publicis Media, das zusammen mit Publicis Communications, Publicis.Sapient und Publicis Healthcare zum französischen multinationalen Werbedienstleister und Medienkonzern Publicis Groupe S.A. gehört. Steve King leitet als CEO Publicis Media. Das Unternehmen hat mit Starcom, Zenith, Mediavest | Spark und Optimedia | Blue 449 vier weltweit starke Agenturmarken, die mit ihren kreativen und wertsteigernden Digital- und Kommunikationsstrategien die Kunden bestens bedienen. Publicis Media sorgt mit Niederlassungen in mehr als 100 Ländern und mit mehr als 13.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der ganzen Welt dafür, dass seine Kunden die moderne Medienlandschaft erfolgreich für sich nutzen können.
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2. Juni, 2016

Wirtschaftliche Erholung in Asien und Osteuropa führt 2016 zu drei Prozent Wachstum im Luxuswerbemarkt

Laut den von Zenith veröffentlichten Luxury Advertising Expenditure Forecasts werden die Werbeausgaben für Luxusartikel 2016 um 3 Prozent steigen (2015 waren es 1,9 Prozent). Angetrieben wird dieses Wachstum durch die Erholung in Asien und Osteuropa nach einem schwierigen Jahr 2015. 2016 werden Unternehmen in den wichtigsten 18 Märkten insgesamt 10,9 Milliarden USD für die Bewerbung für Luxusartikel ausgeben (2015 waren es 10,6 Milliarden USD). Dies ist die zweite Ausgabe der einmal jährlich erscheinenden Luxury Advertising Expenditure Forecasts, die den Werbemarkt im Luxussegment in 18 wichtigen Luxusmärkten untersuchen.* Wie die bereits etablierten Advertising Expenditure Forecasts von Zenith bietet er ebenfalls einen Überblick über die vergangenen sowie prognostizierten Werbeausgaben in den einzelnen Werbemedien. Allerdings liegt der Schwerpunkt hier vorwiegend auf Luxuswerbung mit den Unterkategorien Luxus-Automobile, Parfums & Kosmetik, Mode & Accessoires sowie Uhren & Schmuck. Die Konjunkturabschwächung in den BRIC-Märkten sowie lokale Konflikte und Terrorismus ließen das Wachstum des Luxuswerbemarkts von 2,9 Prozent im Jahr 2014 auf 1,9 Prozent in 2015 zurückgehen. Die Werbeausgaben sanken um 1,5 Prozent in Asien und brachen massiv um 20,3 Prozent in Osteuropa ein (hauptsächlich infolge der Ölkrise und der Rubelabwertung in Russland), konnten aber im Gegensatz dazu in Nordamerika (3,6 Prozent) und Westeuropa (4,7 Prozent) stark zulegen. Laut Zenith ist in Asien für das Jahr 2016 wieder ein Wachstum von 2,9 Prozent zu erwarten, während sich der Rückgang in Osteuropa auf 2,8 Prozent abschwächt. In Nordamerika bleibt das Wachstum mit 3,9 Prozent robust, in Westeuropa hingegen auf 1,7 Prozent abflachend. In den wichtigsten 18 Märkten wird 2016 insgesamt ein Ansteigen der Werbeausgaben für Luxusartikel von 3,0 Prozent prognostiziert. Der Luxuswerbemarkt wächst im Verhältnis zum Werbemarkt insgesamt langsamer. In den 18 wichtigsten Märkten wuchs das Luxussegment 2014 um 2,9 Prozent (der Werbemarkt insgesamt um 5,6 Prozent), 2015 um 1,9 Prozent (verglichen mit 4,1 Prozent insgesamt). Es wird eine anhaltende Underperformance vorhergesagt mit einem Wachstum in 2016 von 3,0 Prozent für den Luxuswerbemarkt und von 4,5 Prozent für den gesamten Werbemarkt. USA und China treiben das Wachstum in der Luxuswerbung an Zwischen 2015 und 2017 wird ein Wachstum der Werbung für Luxusartikel um 705 Millionen USD prognostiziert. 82 Prozent dieses Wachstums wird aus den USA (347 Mio. USD) und China (228 Mio. USD) kommen. Die USA und China waren 2015 mit einem Anteil von 45 Prozent bzw. 21 Prozent an den Werbeausgaben für Luxusartikel der größte bzw. zweitgrößte Luxuswerbemarkt, dahinter folgten Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Von Frankreich, das unter einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit, einer geringen Zuversicht und einem schwachen Wirtschaftswachstum leidet, ist wenig Wachstum zu erwarten. Laut Zenith-Prognosen wird Großbritannien in diesem Jahr Frankreich überholen und damit zum viertgrößten Werbemarkt für Luxusartikel aufsteigen. Digitale Medien werden 2017 den größten Anteil am Luxuswerbemarkt haben Die Onlinewerbung ist mit ihren konstant zweistelligen Zuwachsraten mit Abstand der größte Wachstumstreiber im Luxuswerbesegment. Es wird erwartet, dass die Werbeausgaben für Luxusartikel im Onlinebereich zwischen 2015 und 2017 um 837 Millionen USD steigen werden. Im gleichen Zeitraum werden die Werbeausgaben im Fernsehen, Radio und Kino insgesamt nur um 26 Mio. USD wachsen. Außenwerbung wird um 10 Mio. USD zurückgehen und Printmedien werden einen Werberückgang von 150 Mio. USD verzeichnen. Bis 2017 wird der Anteil der Printwerbung an den Werbeausgaben im Luxussegment von 31,9 Prozent im Jahr 2015 auf 28,6 Prozent geschrumpft sein. Im gleichen Zeitraum reduziert sich der Anteil der TV-Werbung von 32,7 Prozent in 2015 auf 30,7 Prozent in 2017. Die Digitalwerbung wird ihren Anteil von 26,3 Prozent in 2015 auf 32,1 Prozent in 2017 erhöhen und damit das Fernsehen und die Printmedien überholen und zum größten Werbemedium im Luxussegment aufsteigen. Die Printmedien bleiben der wichtigste Werbeträger im obersten Luxussegment Ungeachtet ihres rückläufigen Marktanteils bleiben die Printmedien weiterhin für Luxusmarken attraktiv und hier vor allem in den Bereichen Mode & Accessoires sowie Uhren & Schmuck. 2015 gaben Unternehmen aus der Modeindustrie 83 Prozent ihres Werbebudgets für Printmedien aus, in der Uhren- und Schmuckbranche waren es 60 Prozent. Printtitel – vor allem in Hochglanzmagazinen – bieten hochwertige, intensive und gleichzeitig entspannende Leseerlebnisse und sind damit das perfekte Forum für die Präsentation von Luxusartikeln.; *Die 18 Märkte sind China, Kolumbien, Frankreich, Deutschland, Hongkong, Italien, Malaysia, Mexiko, Niederlande, Peru, Russland, Singapur, Südafrika, Südkorea, Spanien, Taiwan,  Großbritannien und die USA About Zenith
Zenith is part of Publicis Media, which is one of the four solutions hubs of Publicis Groupe, alongside Publicis Communications, Publicis.Sapient and Publicis Healthcare. Led by Steve King, CEO, Publicis Media is powered by its four global brands, Starcom, Zenith, Mediavest | Spark and Optimedia | Blue 449, and supported by its digital-first, data-driven Global Practices which together deliver client value and business transformation. Publicis Media is committed to helping its clients navigate the modern media landscape and is present in more than 100 countries with over 13,500 employees worldwide.
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